Leuchtbäume – Handwerkskunst für einen guten Zweck

 

Mit diesem Projekt widmen wir uns erneut Menschen, die am Rande der Gesellschaft leb(t)en. Gemeinsam mit einem professionellen Architekten fertigen ehemals Obdachlose stilvolle Zimmerleuchten aus Holz an.

Lampen als Spiegelbild

Der Architekt Peter Stuckmann konstruierte die Stehlampen und entwickelte sie gemeinsam mit Menschen aus dem Jakob-Junker-Haus weiter. In dem von der Heilsarmee betriebenen Haus bekommen Obdachlose eine professionelle Betreuung und dadurch neue Perspektiven für ein selbstständiges Leben. Im September 2017 hat Art des Lebens zusammen mit dem Hamburgprojekt hier bereits einen Begegnungsabend veranstaltet.
 
Die Echtholz-Zimmerlampen passen nicht nur ideal in unsere Jahreszeit sondern sind auch Sinnbild für den Kern unseres Engagements. Gemeinsam mit unseren Förderern möchten wir Menschen in dunklen und ausweglosen Situationen Licht schenken und ihnen dadurch Orientierung geben und Mut machen. Licht verkörpert zudem Lebendigkeit, die die Baumstamm-Optik unterstreicht. Das natürliche Material ist gleichzeitig Ausdruck für die Kreativität und handwerklichen Fertigkeiten der Mitwirkenden. Als Erkennungszeichen tragen die Lichtbäume Namen vom Jakob-Junker-Haus, um auf die Menschen aufmerksam zu machen, die mit dem Kauf unterstützt werden.
 

(…) Aktuell leben in Deutschland mindestens 860.000 wohnungslose Menschen. Ein Zuwachs von 150% gegenüber dem Vorjahr.

Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
 
Wohnungslosigkeit ist in Deutschland ein immer dringenderes Thema. Einem ZEIT-Bericht zufolge stieg die Anzahl der Menschen ohne Obdach innerhalb von nur einem Jahr um über 150 Prozent. Grund dafür ist auch die Einbeziehung von Flüchtlingen in die Statistik (440.000 Menschen). Aber selbst ohne diese Berücksichtigung, liegt die Zuwachsrate bei über 25 Prozent von 335.000 auf 420.000. Bemerkenswert ist auch das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Caritas aus dem Jahr 2008, an der sich seither wohl nicht viel geändert haben dürfte. Demnach haben lediglich vier Prozent der Bevölkerung Kontakt zu Obdachlosen. Umso drängender stellen sich die Fragen: Was wollen wir sehen und geht es uns wirklich nichts an? Wir hoffen, dass Menschen durch Projekte und Veranstaltungen, wie wir sie umsetzen, mit den allbekannten Klischees aufräumen und den Menschen hinter der verwahrlosten Fassade entdecken.
 
 
 
 

Themen